· 

Zwischen Geschichte und Natur - Wandern von Bastorf nach Rerik

Wandern Aktivurlaub Rerik Rostock Bastorf Mecklenburg Vorpommern Hünengräber Fotografieren
Die Wanderroute aus der Komoot-App. (unbezahlte Werbung)

 

Ein Start im Regen

 

Es gibt Tage, an denen sich das Wetter einfach nicht entscheiden kann. Der Mai hatte bereits frühsommerliche Wärme versprochen, doch als wir mittags am Leuchtturm Bastorf aufbrachen, begleitete uns noch der Nachhall eines Gewitters. Der Regen fiel in mittelschweren Schleiern, kühl und erfrischend. Aber es war kein Wetter, das uns abschreckte – ganz im Gegenteil. Meine größte Sorge war, dass die Witterung dem Objektiv nicht bekommen könnte. Erfreulicherweise durfte ich nämlich das Sigma 35mm/f1.4 leihweise ausführen.

 

Bald nach dem Start klarte es auf, und mit dem Licht kamen auch die Mücken. Sie bevölkerten die feuchten Waldwege in unzählbarer Menge, als hätten sie nur auf diesen Moment gewartet. Wir setzten unseren Weg durch sattgrüne Wiesen und schmale Pfade fort, den Blick stets auf den Horizont gerichtet.

 

Wandern Mecklenburg Vorpommern Landschaft Rerik Rostock Bastorf Natur Fotografie Aktivurlaub Frühling Sommer Gewitter Deutschland
Gewitter und Regen haben aufgehört und machen allmählich Platz für die Sonne.

 

Zeitreise in die Steinzeit

 

Hinter den Wäldern tauchte ein Relikt aus längst vergangener Zeit auf: die Hügelgräber Neu Gaarz aus der Steinzeit. Noch immer gut erhalten, schlummerten sie inmitten eines Feldes, als wären sie stille Wächter aus einer anderen Zeit. Es ist faszinierend, wie solche Orte die Jahrtausende überdauern – unberührt von der Hektik der Gegenwart, eingebettet in die Stille der Natur.

 

Kurz darauf erreichten wir Rerik. Ein perfekter Moment für eine Pause: Kaffee mit Ausblick von der Steilküste, während die Wellen der Ostsee tief unter uns an die Küste schlugen.

 

Unerwartete Entdeckungen

 

Der Rückweg führte uns entlang eines großen Campingplatzes, durch lichte Wälder und über sanfte Hügel. Dann, am Horizont, tauchte sie auf – eine verwitterte Mauer, halb verborgen zwischen den Bäumen. Neugierig warfen wir einen Blick auf die Karte: ein ehemaliger Raketenstützpunkt der NVA.

 

Diese unerwarteten Entdeckungen sind es, die eine Wanderung besonders machen. Wir folgten einem schmalen Pfad und standen wenig später vor den Überresten einer vergangenen Ära. Ein alter Waggon, verlassene LKWs – kaum mehr als stumme Zeugen einer Zeit, die längst vorüber war. Dennoch hatte dieser Ort eine eigene Atmosphäre, eine Geschichte, die man spüren konnte.

 

 

Ein Wettlauf mit dem Gewitter

 

Der letzte Teil des Rückwegs führte uns durch offene Felder. Der Himmel zog sich langsam wieder zu, ein fernes Grollen lag in der Luft. Mit schnellen Schritten näherten wir uns unserem Ausgangspunkt, den Blick immer wieder prüfend auf die Wolken gerichtet. Kurz bevor das nächste Gewitter aufzog, erreichten wir den Parkplatz – eine Wanderung voller Kontraste, voller Geschichte, voller Natur.

 

 

 

Zu guter Letzt noch eine fotografische Notiz: Das Sigma 35/1.4 macht unheimlich Spaß. Ganz sicher ist es eines der besten Objektive, das ich je nutzen durfte. Sowohl der sehr natürliche Bildausschnitt (an der EOS M50 ca. 50mm kleinbildäquivalent) als auch insbesondere die 1.4er-Blende sind für alle möglichen Situationen geeignet. Kleiner Nachteil: Das Objektiv ist wirklich nicht klein und kein Fliegengewicht. Man sollte schon tragen wollen! Falls du mal die Chance hast, probiere es unbedingt mal aus.

 

Bis zum nächsten Mal und bis dahin eine schöne Zeit!

 

Felix

HEIMATLICHT:MV

Kommentar schreiben

Kommentare: 0